Lange Zeit konnte ein Softwareprodukt seinen Preis mit einem einfachen Satz verteidigen: Das baut ihr nicht so leicht selbst. Ganz stimmte das nie, aber es reichte oft. Jahre der Entwicklung, gesuchte Fachleute, Hosting, Updates und eine vertraute Oberfläche machten den Kauf zur vernünftigen Wahl.
Heute bittet eine Entwicklerin einen KI-Assistenten, in wenigen Stunden ein Werkzeug zu bauen, für das früher ein ganzes Team nötig war. Manchmal ist das Ergebnis brauchbar. Manchmal ist es eine überzeugende Oberfläche über einer unzuverlässigen Maschine. Doch die Frage hat sich verschoben. Kundinnen und Kunden fragen immer öfter nicht nur, ob die Software funktioniert, sondern warum der Zugang dazu so viel kostet, und das für immer.
Das heisst nicht, dass Software als Dienst am Ende ist. Es heisst, dass eine ihrer alten Quellen von Preismacht – die Mühe, einen Ersatz herzustellen – weniger verlässlich wird.
Was folgt, ist keine Prognose, dass jedes Abonnement verschwindet. Es ist ein Gedanke über den Unterschied zwischen einem Wert, der morgen erneut erbracht werden muss, und einer Rente, die man kassiert, weil die Kundschaft von gestern nicht gehen kann.
1. Der verführerische Nachruf
Im Jahr 2026 gibt es eine vertraute Sorte von Technologie-Beiträgen. Die einen erklären SaaS für tot. Die anderen zeigen auf eine erfolgreiche Firma, die mit günstigen Coding-Agenten gebaut wurde, und verkünden, nun könne jeder ein Softwaregeschäft in Millionenhöhe aufziehen. Beide verwechseln den Preis des Codeschreibens mit den Kosten eines verlässlichen Dienstes.
Code zu erzeugen ist nur ein Teil davon, ein Produkt zu besitzen. Ein Dienst im Betrieb braucht auch Sicherheit, Updates, Support, Identitätsverwaltung, Datenportabilität, Backups, Wiederherstellung, Integrationen, Qualitätssicherung, eine Reaktion auf Vorfälle und jemanden, der hinsteht, wenn etwas kaputtgeht. Diese Pflichten lösen sich nicht auf, nur weil ein Modell ein Repository erzeugt.
Auch aus der Wirtschaft ist die Abo-Software nicht verschwunden. Gartner schätzte im November 2024, dass die weltweiten Ausgaben für Cloud-Anwendungsdienste (SaaS) im Jahr 2025 rund 299,1 Milliarden Dollar erreichen würden, 19,2 Prozent mehr als in der eigenen Prognose für 2024. Das war eine Vorhersage vor Ablauf des Jahres, kein gemessenes Ergebnis für 2025; spätere Prognosen können die Reihe korrigieren. Adobe selbst meldete für das Geschäftsjahr FY2025 einen Umsatz von 23,77 Milliarden Dollar, ein Plus von 11 Prozent.12
SaaS kann weiter wachsen, während einzelne seiner Preismodelle schwerer zu rechtfertigen sind. Das ist kein Widerspruch. In wirtschaftlichen Umbrüchen kann der etablierte Anbieter noch lange erfolgreich bleiben, nachdem die Annahmen hinter seiner alten Stellung brüchig geworden sind.
2. Niemand wollte zwanzig Bruchstücke mieten
Wer arbeitet, will eine Aufgabe erledigen: das Video veröffentlichen, eine Rechnung freigeben, eine neue Mitarbeiterin einführen, eine Designbibliothek pflegen. Er will nicht unbedingt einen Identitätsdienst, eine Kollaborationssuite, ein PDF-Werkzeug, ein Reporting-Portal, eine Plattform zur Workflow-Automatisierung und fünf Plug-ins mit je eigener Rechnung.
Die SaaS-Jahre haben anspruchsvolle Fähigkeiten zugänglich gemacht, ohne dass man Server kaufen und grosse interne IT-Abteilungen beschäftigen musste. Das war echter Fortschritt. Wiederkehrende Gebühren bezahlten Verbesserungen, Verfügbarkeit und Support. Doch dasselbe Modell belohnte die Zersplitterung: eine schmale Funktion, ein Abonnement, ein Preis pro Arbeitsplatz und oft eine Integrationsgebühr, sobald der echte Arbeitsablauf eine Produktgrenze überschritt.
Die Last dieser Zersplitterung ist nicht nur eine Geldfrage. Dazu kommen Verwaltungsaufwand, Beschaffung, Vertragsprüfung, Zugangsverwaltung, Integrationsrisiko und Abhängigkeitsrisiko. Ein Abonnement für 20 Euro kann teuer sein, wenn die Firma ein Vielfaches davon ausgibt, um es mit den anderen neunzehn Werkzeugen verbunden zu halten.
Die entscheidende Rechnung lautet nicht Abo oder kein Abo. Sie lautet: Was kostet es insgesamt, das Ergebnis zu erhalten, über eine realistische Nutzungsdauer?

3. Drei Dinge, die unter einem Namen verkauft werden
Hinter dem Wort SaaS stecken drei verschiedene Angebote.
Das Werkzeug. Ein Anbieter liefert eine Funktion: ein Bild zuschneiden, eine Grafik erstellen, eine Notiz speichern, eine Datei umwandeln. Ein Werkzeug kann ausgezeichnet sein. Lässt sich sein Kern aber leicht nachbauen, ist Preisdruck wie bei einer Massenware naheliegend.
Der Betreiber. Ein Anbieter übernimmt dauerhaft Verantwortung: Verfügbarkeit, korrekte Berechnungen, Anpassung an neue Vorschriften, Support, sichere Migrationen, Interoperabilität, verwaltete Daten, Wartung und Kontinuität. Hier kann es vernünftig sein, ohne Ende zu zahlen, denn die Verantwortung endet auch nicht.
Der Torwächter. Ein Anbieter macht Abhängigkeit zu Geld: geschlossene Übergaben, Verläufe, die sich nicht mitnehmen lassen, Lizenzen, die schwer aufzulösen sind, abgeschottete Ökosysteme, ein Labyrinth aus Plätzen und Berechtigungen oder Hürden, die das Gehen schmerzhafter machen als das Bleiben. Ein Teil dieser Abhängigkeit kommt von echter Komplexität oder nützlichen Netzwerkeffekten. Ein anderer Teil ist ein kommerzieller Entscheid.
Eine Firma kann alles drei zugleich sein. Wer ehrlich hinschaut, behauptet nicht, jedes teure Softwareunternehmen sei bloss ein Torwächter. Die Frage ist, wie viel vom Preis durch heutigen Nutzen verdient ist und wie viel verlangt werden kann, weil Alternativen schwer erreichbar sind.
4. Die zwei Projekte, die den Gedanken greifbar machten
Im Oktober 2026 kursierten zwei GitHub-Projekte in den Diskussionen über die Zukunft der Software. Sie beleuchten verschiedene Teile der Geschichte. Man sollte sie nicht als ein einziges Projekt darstellen.
REA – Reverse Engineer Anything, veröffentlicht unter github.com/morluto/rea, ist ein Werkzeugkasten unter MIT-Lizenz, der KI-Agenten mit Arbeitsabläufen des Reverse Engineering verbindet. Er hilft, das Verhalten von Software zu untersuchen, ebenso JavaScript- und Electron-Artefakte, .NET-Assemblies und native Binärdateien, wo nötig über Werkzeuge wie Ghidra, Hopper oder IDA. Zu den veröffentlichten Beispielen gehören ein älteres Spiel, die Spur einer Zwischenablage-Brücke in Notion und eine weitere Rekonstruktion eines historischen Programms. REA gibt sich nicht als automatischer Adobe-Kopierer aus. Die eigene Dokumentation hält fest, dass es den ursprünglichen Quellcode nicht automatisch zurückgewinnt, und die Regeln zur verantwortungsvollen Nutzung lehnen unerlaubtes Kopieren und das Umgehen von Schutzmassnahmen ausdrücklich ab.34
Die Crafting Apps von ArtCraft, zu finden unter getartcraft.com/apps und github.com/storytold, sind eine eigene Familie quelloffener, KI-gestützt entwickelter Anwendungen in Rust. Die Seite führte in der Momentaufnahme vom 14. Oktober dreizehn Anwendungen auf: Bildbearbeitung, Vektorillustration, Video, Fotoverwaltung, PDF, Effekte, Seitenlayout, Interface-Design, Textverarbeitung, Audio, Präsentationen, CAD und Tabellenkalkulation. Die Projekte setzen auf vertraute Abläufe, statt von der Kundschaft zu verlangen, jeden Handgriff neu zu lernen. Beworben werden sie als lokal laufend, mit einsehbarem Quellcode und für Agenten über CLI/JSON/MCP ansprechbar.56
Die öffentlich dokumentierte Entstehungsgeschichte nennt KI-Programmierassistenten, vor allem Claude, und die Ingenieursarbeit des Entwicklers. Keine geprüfte Quelle dieser Recherche belegt, dass ArtCraft seine Suite mit REA gebaut hat. Im Gegenteil: Im eigenen Repository von ArtCraft fragt ein öffentliches Issue vom 12. Oktober, ob das Team den Einsatz von REA erwogen habe; bei der Prüfung am 14. Oktober war es noch offen und ohne Antwort. Das beweist nicht, dass REA nicht verwendet wurde, aber es zeigt, wie verfrüht die behauptete Verbindung ist. Wer schreibt, REA habe Adobe nachgebaut, schreibt etwas Falsches.378
Bedeutsam ist das Zusammentreffen zweier Fähigkeiten, nicht eine nachgewiesene Kausalkette: Es wird leichter, eine bestehende Oberfläche zu verstehen, und leichter, eine konkurrierende Umsetzung zu bauen. Das ältere Softwareunternehmen muss etwas Gewichtigeres verteidigen als die Verschachtelung seiner Menüs.
5. ArtCraft: erstaunlich viel Code, aber noch kein Ersatz für Profis
ArtCraft verdient es, ernst genommen zu werden. Die öffentlichen Repositories enthalten substanziellen Quellcode, Tests, Dokumentation, Installationsprogramme, Release-Abläufe und detaillierte Lückenlisten, nicht bloss Konzeptbilder. PhotoCraft wird als Bildbearbeitung im Stil von Photoshop in früher Alpha beschrieben, mit Ebenen, Masken, PSD/PSB-Unterstützung und Automatisierung. FilmCraft zielt auf Schnitt im Stil von Premiere und hat eine eigene Codec- und Projektinfrastruktur. Weitere Apps nehmen die Abläufe von Lightroom, Illustrator, After Effects, Acrobat und InDesign ins Visier, und es kommen Büro-Kategorien hinzu.569
Quelloffene Kreativsoftware gab es lange vor der KI: GIMP, Krita, Inkscape, Blender und andere Gemeinschaften zeigen seit Jahrzehnten, dass ernsthafte Kreativwerkzeuge nicht als geschlossenes Abonnement verkauft werden müssen. Neu an ArtCraft ist nicht die Erfindung freier Alternativen, sondern der rasche Bau einer abgestimmten Suite, die mit vertrauten Abläufen bewusst die Kosten des Umlernens senkt. Wer über Verdienste an freier Software spricht, sollte das auseinanderhalten.
Die Behauptung aber, ArtCraft habe Adobes Produkte bereits zu Gegenstücken nachgebaut, die «wirklich gut» seien, verlangt eine genaue Frage: gut bei welcher Aufgabe, in welchem Build, mit welchen Dateien, auf welchem Rechner?
In einem Praxistest vom 10. Oktober fand Steve Paris von TechRadar PhotoCraft vertraut, berichtete aber von unzuverlässigen Auswahlen, Mühe mit seinen HEIC-Bildern und Problemen beim Speichern als PSD auf seinem Testrechner. FilmCraft konnte Clips importieren und bot eine wiedererkennbare Oberfläche, doch das Trimmen versagte, die Bedienung reagierte träge, und die Tonwiedergabe des Testmaterials war unbrauchbar. Das ist ein einzelner Test auf einem bestimmten Rechner und kein Beweis, dass spätere Commits die Fehler nicht behoben haben; es sagt aber mehr über die echte Nutzung als Sterne oder Screenshots.10
Aufschlussreicher ist die eigene Dokumentation von ArtCraft. Die veröffentlichte Leistungsbilanz von PhotoCraft, gestützt auf einen Lauf vom 5. Oktober auf einem Apple M4 Pro, verzeichnet 3 von 56 erfassten Leistungsszenarien im Zielwert; viele liegen darüber, wurden nicht ausgeführt oder sind nicht messbar. Für einen Vorgang mit Ziel 25 ms nennt das Dokument einen p95-Wert von 535 ms, eine Abweichung, die man beim interaktiven Bearbeiten deutlich spürt. Es handelt sich um die eigene Momentaufnahme des Projekts, nicht um unseren unabhängigen Leistungstest.11
Die Lückenliste von PhotoCraft, aktualisiert am 13. Oktober, nennt die PSD-Interoperabilität und die Akzeptanz durch Photoshop ein Hindernis für die Beta. Die Roadmap vom 11. Oktober schätzt zudem die eigene Bereitschaft für echte Arbeit auf rund 45 Prozent, weit unter dem erklärten Beta-Ziel von etwa 75 Prozent.12 Die erfassten Photoshop-Vergleiche bestehen in einer beobachteten Gruppe rund 145 von 258 Fällen; die Quote hängt stark davon ab, welche Referenzsammlung und welcher Vorgang gemessen werden. Die Liste beschreibt auch Probleme beim Export und beim Hin- und Zurückspeichern. Es wäre irreführend, eine schmeichelhaftere Zahl aus einem werbenden README zu nehmen und sie zur allgemeinen Photoshop-Kompatibilität zu erklären.13
Die Entwickler von FilmCraft nennen zwei sehr verschiedene Zahlen: rund 86 Prozent Funktionsbreite, nach ihrer gemischten Methode aus Messung und Schätzung, aber nur etwa 56 Prozent Bereitschaft für echte Arbeit, mit einer geschätzten Spanne von 51–61 Prozent. Sie nennen den fehlenden Import von nativen .prproj-Dateien, unvollständige Hardware-Unterstützung, Absturzberichte, unzuverlässiges Audio und fehlende Vergleiche der Renderqualität mit Premiere. Das sind Selbsteinschätzungen, keine Zertifizierungen von aussen.1415
Der ehrliche Schluss lautet nicht, ArtCraft sei ein Schwindel. Er lautet: Eine grosse Alternative lässt sich heute schneller herstellen, als man sie als vollständigen Ersatz prüfen kann. Das darf uns beeindrucken, ohne dass wir deshalb auf Qualitätssicherung verzichten.

6. Der alte Platzhirsch bricht nicht ein: Adobe im Jahr 2026
Adobe ist ein besonders lehrreicher Fall, weil sich in einer Firma ein langlebiges Profi-Ökosystem, ein Abomodell, Erwartungen an Dateiformate und viel Ärger der Nutzer bündeln.
In der Mitteilung zum dritten Quartal (Q3) vom 10. September 2026 meldete Adobe einen Quartalsumsatz von 6,76 Milliarden Dollar, 13 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr und 27,50 Milliarden Dollar annualisierten wiederkehrenden Umsatz (ARR) am Quartalsende. Auch die Abo-Umsätze der Kundengruppen für Konsumenten und Profis wuchsen. So sieht keine sterbende Firma aus. So sieht ein etablierter Anbieter aus, der weiterhin Software liefert, für die Kundinnen und Kunden zahlen, trotz Konkurrenzdruck und Sorgen der Anleger um das künftige Wachstum.16
Die veröffentlichten US-Preise für Einzelpersonen zeigen die Rechnung, die Kritik auslöst. Adobe führt Creative Cloud Standard zu 54,99 US-Dollar pro Monat und Creative Cloud Pro zu 69,99 US-Dollar pro Monat, jeweils für ein Jahresabo mit monatlicher Zahlung, ohne Steuern und ohne befristete Rabatte. Monatlich kündbar kostet Pro mehr. Ein US-Listenpreis ist nicht die Rechnung einer Nutzerin in der Schweiz und sollte nicht so dargestellt werden. Bei zwölf Raten zu 69,99 Dollar ergibt Pro 839,88 Dollar an ausgeschriebenen Monatsbeträgen pro Vertragsjahr, vor Steuern und Rabatten. Das allein ist noch keine Ausbeutung: Ein tüchtiger Profi kann diesen Betrag mit einem einzigen Auftrag wieder hereinholen.17
Entscheidend ist das Verhältnis von Nutzen und Ausstieg. Wer Jahre an bearbeitbaren Adobe-Dokumenten, Plug-ins von Drittanbietern, geteilten Vorlagen, geschlossenen Projektdateien und Kolleginnen auf demselben System hat, kann einen Ersatz nicht beurteilen, indem er nur auf den Monatsbetrag schaut. Eine Migration, bei der Bearbeitbarkeit, Effekte, Metadaten oder ein verlässlicher Austausch verloren gehen, kann mehr Zeit kosten, als das Abo einspart.
Für den Anbieter kann diese Abhängigkeit wertvoll sein. Für die Kundschaft kann sie eine Falle werden, selbst wenn der ursprüngliche Entscheid für das Abo völlig vernünftig war.
7. Als das Abomodell zum Rechtsfall wurde
Es geht hier nicht bloss um Klagen im Netz über ein Preisschild. Im Juni 2024 verklagte die US-Regierung Adobe und zwei Führungskräfte wegen Vorwürfen zur Offenlegung von Gebühren bei vorzeitiger Kündigung und zu umständlichen Kündigungsverfahren, gestützt auf den Restore Online Shoppers’ Confidence Act. Die Klage erhob Vorwürfe; ein Vorwurf ist keine Feststellung einer Haftung.18
Am 13. März 2026 gab das Justizministerium einen vorgeschlagenen Vergleich über 150 Millionen Dollar bekannt: 75 Millionen Dollar zivilrechtliche Busse und 75 Millionen Dollar an kostenlosen Leistungen für berechtigte Kundinnen und Kunden, dazu Vorgaben zu Offenlegung, Erinnerungen vor Ende von Probeabos und zur Kündigung. Adobe erklärte öffentlich, es bestreite ein Fehlverhalten und widerspreche den Vorwürfen der Regierung, stimme aber einer Beilegung zu. Die Mitteilung des Ministeriums beschrieb eine Verfügung, die das Gericht erst noch erlassen musste, und das Gericht erliess sie am 10. April 2026. Darin hat Adobe die Vorwürfe weder anerkannt noch bestritten; man sollte daraus nicht stillschweigend eine gerichtliche Verurteilung machen.1920
Eines muss man auseinanderhalten: Der Fall betraf Marketing, Offenlegung und Kündigung. Er hat rechtlich nicht festgestellt, dass Adobes Software zu teuer war, dass seine Abonnemente ungültig waren oder dass jedes SaaS missbräuchlich ist.
Und doch zeigt er, warum die Freiheit zu gehen im Zentrum der Debatte über den Wert steht. Ein Abo kann eine vernünftige Art sein, laufende Arbeit zu bezahlen. Viel schwerer zu rechtfertigen ist es, wenn man die Verpflichtung nicht versteht oder nicht ohne teure Überraschung wieder herauskommt.

8. Vertraute Oberfläche, fremde Datei und die wahre Wechselrechnung
Die Entwickler von ArtCraft haben klug gewählt: Vertraute Paletten und Tastenkürzel senken die Kosten des Umlernens. Wenn die Hände einer Designerin den Handgriff schon kennen, ist die Alternative vielleicht schnell gelernt.
Doch eine vertraute Oberfläche ist noch keine Dateikompatibilität, und Dateikompatibilität ist noch kein gleichwertiger Betrieb. Ein Projekt kann sich öffnen und dabei die Einstellungsebene verlieren, die es bearbeitbar machte. Eine Video-Zeitleiste kann über ein neutrales Austauschformat hereinkommen und dabei Effekte, Marker oder Audio-Metadaten verlieren. Ein Screenshot kann identisch aussehen, während sich das Bearbeiten in Echtzeit unbrauchbar anfühlt.
Das sind die versteckten Kosten der Migration. Hier liegt auch der Kern der Verteidigung des Platzhirschs: jahrelang geprüfte Grenzfälle, Plug-ins, Codecs, Geräteanbindungen, berufliche Gepflogenheiten und eingespielte Zusammenarbeit. Ein Neuling muss diese Strecke zurücklegen, eine kaputte Datei und eine Kundenfrist nach der anderen.
Eine ernsthafte Alternative sollte man mindestens in fünf voneinander unabhängigen Dimensionen messen: vorhandene Funktionen, Treue im Verhalten, Dateiaustausch, Leistung und Zuverlässigkeit sowie Verträglichkeit mit dem Ökosystem. Die öffentliche Lust auf einen Ersatz misst keine davon.
Dass das ArtCraft-Team seine Lückenlisten veröffentlicht, ist bemerkenswert. Die eigenen Hindernisse auf dem Weg zur Beta zeigen, warum eine Produktvorführung und ein Produktgeschäft zwei verschiedene Leistungen sind. Die Dokumente liefern ungewöhnlich konkrete Belege dafür, dass Entwicklung und Betrieb nicht derselbe Kostenblock sind.
9. Reverse Engineering verschiebt das Gleichgewicht, das Recht bleibt wichtig
REA weist auf eine zweite Veränderung hin. Früher konnten Anbieter es schwer machen, auch nur zu verstehen, wie eine vertraute Funktion arbeitet. Analysewerkzeuge und KI-Hilfe lichten dieses Dunkel. Wenn ein Konkurrent das Verhalten nachbilden kann, muss sich der ursprüngliche Anbieter stärker auf Umsetzung, Vertrauen, Support, Interoperabilität und Vertrieb stützen.
Das ist kein Freibrief, Software zu kopieren. In der Europäischen Union entschied der Gerichtshof im Fall SAS Institute v World Programming (2012), dass die Funktionalität eines Programms, die Programmiersprache und bestimmte Dateiformate als solche keine geschützte Ausdrucksform im Urheberrecht für Computerprogramme sind. Das Urteil hebt den Schutz von originellem Code, Grafiken, Handbüchern oder anderen geschützten Ausdrucksformen nicht auf. Die EU-Richtlinie 2009/24/EG enthält eine begrenzte Ausnahme für die Dekompilierung, wenn sie für die Interoperabilität unerlässlich ist, und knüpft sie an strenge Bedingungen.2122
In den Vereinigten Staaten beurteilte der Oberste Gerichtshof im Fall Google v Oracle (2021) das Kopieren bestimmter Java-API-Deklarationen unter den konkreten Umständen als Fair Use; eine allgemeine Erlaubnis, Kreativsoftware zu klonen, ist das nicht. Marken, äussere Aufmachung, Verträge, Patente, technische Schutzmassnahmen und die Regeln des jeweiligen Landes können weiterhin entscheidend sein.23
Die Nutzungsregeln von REA schliessen das unerlaubte Nachbilden geschützten Codes oder geschützter Inhalte und das Umgehen von DRM aus. ArtCraft beschreibt seine Anwendungen als unabhängige Clean-Room-Projekte. Das ist eine Angabe der Entwickler, keine unabhängige rechtliche Freigabe; wer die Herkunft prüfen will, muss mehr tun, als die Startseite eines Repositorys zu lesen.46
Der Fall stützt deshalb eine engere, aber wichtige Aussage: Wenn sich das Verhalten von Software leichter nachbilden lässt, kann das die Preismacht eines Platzhirschs zügeln, vorausgesetzt, die Alternativen sind tatsächlich interoperabel und rechtmässig.
10. KI macht das Schreiben billiger, den Nachweis vielleicht teurer
Einen einzigen ehrlichen Multiplikator für KI-gestützte Entwicklung gibt es nicht. Ein Feldexperiment aus dem Jahr 2025 an drei Arbeitsorten mit 4867 Entwicklerinnen und Entwicklern fand insgesamt 26,08 Prozent mehr erledigte Aufgaben bei jenen mit Programmierassistent. Eine andere, randomisierte Studie von METR mit 16 erfahrenen Open-Source-Maintainern und 246 Aufgaben in vertrauten Repositories fand, dass KI-Werkzeuge vom Anfang des Jahres 2025 mit 19 Prozent längerer Bearbeitungszeit einhergingen. Die Experimente untersuchten verschiedene Aufgaben, Entwickler, Systeme und Zeiträume. Keines der Ergebnisse taugt als allgemeine Vorhersage für das andere.2425
Praktisch heisst das: Ein Agent kann Code schneller erzeugen, als ein Team nachweisen kann, dass er alle Pflichten erfüllt. Die Geschichte von ArtCraft belegt einen erstaunlichen Ausstoss. Die Leistungs- und Kompatibilitätsdokumente desselben Projekts belegen die verbleibende Prüfschuld.
Der wirtschaftliche Wandel könnte ungleich verlaufen. Zuerst sinken die Kosten, eine glaubwürdige Oberfläche zu erzeugen. Langsamer sinken die Kosten, zu beweisen, dass man ihr ein wichtiges Projekt anvertrauen kann. Eine Firma, die ihr Abo schon immer durch verlässlichen Betrieb verdient hat, behält einen Grund zu existieren. Eine Firma, die vor allem für eine dünne Hülle um eine einfache Funktion kassiert, hat ein dringenderes Problem.
11. Eine zweite Umwälzung: das Recht zu gehen
Künstliche Intelligenz ist nicht die einzige Kraft, die den Markt verändert. Der Data Act der EU bringt Pflichten, die Hürden beim Wechsel zwischen Datenverarbeitungsdiensten abbauen sollen. Die Europäische Kommission erklärt, dass Kundinnen und Kunden ihre Daten in gängigen, maschinenlesbaren Formaten exportieren können sollen und dass die erfassten Wechselentgelte ab dem 12. Januar 2027 verboten sind. Geltungsbereich, technische Ausnahmen und Umsetzung sind wichtig; man sollte den Data Act nicht so beschreiben, als mache er auf magische Weise jede App austauschbar.26
Die Richtung der Politik ist bemerkenswert: Der Gesetzgeber nimmt sich etwas vor, das der Markt allein oft nicht gelöst hat. Wettbewerb ist nicht nur dann eingeschränkt, wenn Neue keine Alternativen bauen können, sondern auch, wenn die Kundschaft ihre eigene Arbeit nicht zu ihnen mitnehmen kann.
Wessen Verlauf als Geisel gehalten wird, hat keine echte Wahl. Und ein Anbieter kann nicht glaubhaft behaupten, man bleibe wegen seines Werts, wenn er das Gehen bewusst zur Strafe gemacht hat.
12. Die nächsten Torwächter sitzen vielleicht eine Etage tiefer
Es wäre leicht, ein triumphales Ende zu schreiben: Die alten Tore fallen, Entwickler bauen jedes Werkzeug neu, die Kundschaft wird frei.
Doch KI schafft Abhängigkeit nicht ab. Sie verlegt sie. Neue Anwendungen hängen womöglich an geschlossenen Coding-Agenten, Anbietern von Basismodellen, GPU- und Cloud-Infrastruktur, Vertriebsplattformen, gehosteter Identität, Zahlungssystemen und Datenquellen. Die Software, mit der man einem Abo entkommt, kann im Hintergrund neue wiederkehrende Kosten mit sich tragen.
Dazu kommt eine unbequeme Wahrheit über Open Source. Auch ein kostenloser Download hat einen Preis, nämlich seinen Unterhalt. Wer testet die nächste Version des Betriebssystems? Wer behebt einen Fehler, der Dokumente beschädigt? Wer signiert und verteilt sichere Binärdateien? Wer antwortet, wenn eine Kollegin eine dringende Lieferung nicht fertigbekommt? Eine Gemeinschaft kann das leisten, aber jemand muss die Arbeit tun.
Das Argument muss deshalb auch für neue Firmen gelten. Ein Anbieter, der mit KI geboren wurde, ist nicht moralisch besser, weil sein Code weniger gekostet hat. Auch er muss das Vertrauen seiner Kundschaft verdienen, seine Preise erklären, ihre Daten respektieren und sie gehen lassen.
13. Was Softwarefirmen heute verkaufen sollten
Ein Abo, das sich verteidigen lässt, beginnt beim Ergebnis der Kundschaft und verdient seinen Platz immer wieder neu.
Bei einfachen Werkzeugen kann das eine tiefe wiederkehrende Gebühr bedeuten, einen einmaligen Kauf, Open Source mit optionalem Support oder Preise nach Nutzung. Bei komplizierten und regulierten Abläufen kann es einen verwalteten Dienst bedeuten, klare Leistungszusagen, fachkundige Pflege, Integrationen, nachvollziehbare Belege und eine verlässliche Eskalation an Menschen. Die Zahl der Arbeitsplätze misst den Wert nicht immer gut, wenn automatisierte Systeme die Arbeit erledigen; Ergebnisse, Nutzung, Kapazität und Verantwortung können verständlichere Einheiten sein.
Keines dieser Modelle garantiert Fairness. Preise nach Nutzung können unberechenbar werden. Preise nach Ergebnis können Ursachen falsch zuordnen. Support-Abos können zu Schutzgeld werden, wenn die Interoperabilität absichtlich blockiert wird. Der Prüfstein ist nicht das Vokabular der Rechnung, sondern ob die Kundschaft sehen kann, was geliefert wird.
Die nützliche Frage für einen Anbieter lautet: Wenn unsere Kundinnen und Kunden morgen mit ihren Dateien, ihrem Verlauf und ihren Integrationen wechseln könnten, wie viele würden uns trotzdem wählen, und warum?
Diese Frage bedroht gute Software nicht. Sie hilft, sie zu erkennen.
14. Was ArtCraft schon verändert hat
Stand 14. Oktober 2026 hat ArtCraft nicht gezeigt, dass Kreativprofis die gesamte Adobe Creative Cloud ohne Verlust ersetzen können. Nach heutiger Beweislage wäre das übertrieben.
Gezeigt hat es etwas Interessanteres: Der Aufwand, ernst aussehende und tatsächlich funktionierende Herausforderer zu bauen, sinkt, und diese Herausforderer können in erstaunlich kurzer Zeit nicht nur Screenshots veröffentlichen, sondern lauffähige Programme, offene Fehlerlisten und detaillierte Tests.
Adobes Geschäftszahlen zeigen, dass Kundinnen und Kunden für ausgereifte Werkzeuge weiterhin zahlen. Die Lückenlisten von ArtCraft zeigen, warum. Der Vergleich zur Offenlegung von Abos zeigt, dass Nutzen und Geschäftsgebaren zwei verschiedene Fragen sind. REA zeigt, dass konkurrierende Entwickler das Verhalten etablierter Software immer besser verstehen. Alle vier Tatsachen können zugleich wahr sein.
Entschieden wird der Wettstreit nicht dadurch, wessen Anwendung auf einem Screenshot Photoshop am ähnlichsten sieht. Entschieden wird er dadurch, ob die Alternative die Arbeit eines echten Nutzers sicher tragen kann, ob das Original seine Rechnung weiterhin rechtfertigt und ob der Nutzer frei bleibt zu wählen.
SaaS ist nicht tot. Aber das Recht, ein Abo nur deshalb zu kassieren, weil die Kundschaft nirgendwo anders hinkann, wird unsicherer.
Diese Veränderung ist zu begrüssen, nicht weil Software gratis wird, sondern weil Software ihren Preis vielleicht wieder verdienen muss.
Methode und Grenzen
Dieser Text stützt sich auf Primärdokumente (GitHub-Repositories und eigene Benchmarks der Entwickler, Adobes Preisangaben und bei der SEC hinterlegte Quartalsmitteilungen, die Mitteilungen des US-Justizministeriums und von Adobe zum Vergleich, EU-Recht und Gerichtsurteile), auf Praxistests Dritter und auf veröffentlichte Studien zur Produktivität in der Softwareentwicklung. GitHub-Sterne, Commit-Zahlen, geschätzte Paritätswerte und Angaben zum Clean-Room-Verfahren sind keine unabhängigen Qualitäts- oder Rechtszertifikate. ArtCraft verändert sich rasch: Angaben im Repository und ein Test von wenigen Tagen zuvor können auseinanderliegen und müssen datiert werden. Für diese Recherche wurde kein Programm lokal installiert oder unabhängig gemessen. Dollarpreise sind US-Listenpreise für die genannten Einzelabos, keine Schweizer Offerten. Der Text ist eine wirtschaftliche Deutung, keine Anlageempfehlung und kein Rechtsgutachten. Die vollständigen Angaben stehen in den Quellen.
Quellen
Footnotes
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Gartner, 19. November 2024. Gartner Forecasts Worldwide Public Cloud End-User Spending to Total $723 Billion in 2025. Marktprognose für SaaS-Ausgaben 2025; keine tatsächlichen Ausgaben, spätere Prognosen können abweichen. ↩
-
Adobe, 10. Dezember 2025, SEC Exhibit 99.1. Adobe Reports Record Q4 and FY2025 Revenue. Vom Unternehmen gemeldete Zahlen; der Umsatz sagt nicht, wie viel davon Nutzen und wie viel Abhängigkeit ist. ↩
-
morluto, GitHub, geprüft am 14. Oktober 2026. REA: Reverse Engineer Anything. MIT-Lizenz. Eigene Beschreibung eines Analysewerkzeugs; belegt keinen Einsatz bei einem bestimmten Produkt. ↩ ↩2
-
morluto, GitHub, geprüft am 14. Oktober 2026. REA-Hinweise zur verantwortungsvollen Nutzung. Eine Projektregel, kein Rechtsgutachten und keine Garantie für das Verhalten aller Nutzer. ↩ ↩2
-
ArtCraft, geprüft am 14. Oktober 2026. Crafting Apps. Am 14. Oktober dreizehn Apps aufgeführt, drei als frühe Alpha, zehn in Entwicklung; die Zahl hat sich im Lauf der Geschichte verändert. ↩ ↩2
-
storytold, GitHub, geprüft am 14. Oktober 2026. PhotoCraft: Repository und README. Angaben der Entwickler, auch zum Clean-Room-Verfahren; nicht unabhängig geprüft. ↩ ↩2 ↩3
-
Creative Bloq, 8. Oktober 2026. Someone just rebuilt Adobe Creative Cloud with AI, then gave it away for free. Pressebericht, der den Entwickler und KI-Programmierwerkzeuge nennt, darunter Claude; REA wird nicht erwähnt. ↩
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storytold/artcraft, GitHub-Issue 2223, eröffnet am 12. Oktober 2026. Have you considered using REA (Reverse Engineer Anything) as a development tool?. Bei der Prüfung am 14. Oktober 2026 offen und ohne Kommentar. Eine unbeantwortete Frage beweist weder Einsatz noch Nichteinsatz. ↩
-
storytold, GitHub, geprüft am 14. Oktober 2026. FilmCraft: Repository und README. Dokumentation der Entwickler; eine Funktionsliste ist keine funktionale Gleichwertigkeit. ↩
-
Steve Paris, TechRadar, 10. Oktober 2026. One dev is recreating 7 Adobe apps in Rust for free, so I tested it out. Unabhängiger Praxistest; ein Tester, ein Rechner, ein Build. ↩
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storytold, GitHub, Basislauf vom 5. Oktober 2026. PhotoCraft performance and interoperability scorecard. Von 56 erfassten Leistungsszenarien: 3 im Zielwert, 22 darüber oder fehlgeschlagen, 9 nur beobachtet, 17 nicht ausgeführt, 5 noch nicht messbar. Eigener Benchmark der Entwickler auf einem Apple M4 Pro, kein unabhängiger Test und keine Bestehensquote. ↩
-
storytold, GitHub, aktualisiert am 11. Oktober 2026. PhotoCraft roadmap. Stadium Alpha; bereit für echte Arbeit rund 45 Prozent, Schwelle zur Beta rund 75 Prozent. Schätzung der Entwickler, kein Messwert. ↩
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storytold, GitHub, aktualisiert am 13. Oktober 2026. Where PhotoCraft falls short of Photoshop. Lückenliste: PSD-Treue und Akzeptanz durch Photoshop blockieren die Beta; Photoshop-Vergleich 145 von 258. Mehrere Testkorpora; kein einzelner Kompatibilitätswert gilt allgemein. ↩
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storytold, GitHub, aktualisiert am 10. Oktober 2026. FilmCraft parity with Adobe Premiere Pro. Funktionsbreite rund 86 Prozent, teilweise gemessen; bereit für echte Arbeit rund 56 Prozent (Spanne 51–61 Prozent). Schätzungen der Entwickler, keine Zertifizierung durch Dritte. ↩
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storytold, GitHub, geprüft am 14. Oktober 2026. FilmCraft outstanding gaps against Premiere. Premiere-Projektdateien lassen sich nicht öffnen; Lücken bei Audio, Hardware und Render-Vergleichen. Eine Pendenzenliste, die sich rasch ändert. ↩
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Adobe, 10. September 2026, SEC Exhibit 99.1. Adobe Reports Record Q3 Results. Der Quartalsumsatz ist im Quartal erzielter Ertrag; der gesamte ARR ist eine hochgerechnete Jahresrate am Quartalsende. Die beiden sind nicht austauschbar. ↩
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Adobe Help, zuletzt aktualisiert am 12. Februar 2026, geprüft am 14. Oktober 2026. Changes to Creative Cloud for individuals plans. US-Preise für einen Jahresvertrag mit monatlicher Zahlung, ohne Steuern; monatlich kündbar ist teurer. Keine Schweizer Preise. ↩
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US Federal Trade Commission. Adobe, Inc., U.S. v.; Medienmitteilung, Juni 2024. Klage des Justizministeriums auf Überweisung durch die FTC. Vorwürfe, keine Feststellungen. ↩
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US-Justizministerium, 13. März 2026. Adobe Agrees to $150 Million Settlement and Injunction to Resolve Alleged Violations of the Restore Online Shoppers’ Confidence Act; US-Bezirksgericht für den nördlichen Bezirk Kaliforniens, Fall 5:24-cv-03630, vereinbarte Verfügung, erlassen am 10. April 2026 und Schlussurteil, 10. April 2026. Adobe hat die Vorwürfe weder anerkannt noch bestritten; ein Vergleich, keine gerichtliche Feststellung einer Haftung. ↩
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Adobe Newsroom, 13. März 2026. Adobe Statement Regarding the Department of Justice Settlement. Position des Unternehmens: Es widerspricht den Vorwürfen und bestreitet ein Fehlverhalten. ↩
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Gerichtshof der Europäischen Union, 2. Mai 2012, Rechtssache C-406/10. SAS Institute Inc. v World Programming Ltd. Funktionalität, Programmiersprache und Dateiformate sind als solche nicht geschützt; anderer Schutz kann weiter gelten. ↩
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Europäische Union, 23. April 2009. Richtlinie 2009/24/EG über den Rechtsschutz von Computerprogrammen. Artikel 6: eine begrenzte Ausnahme zur Dekompilierung für die Interoperabilität, unter strengen Bedingungen. Keine Rechtsberatung. ↩
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Oberster Gerichtshof der Vereinigten Staaten, 5. April 2021, über Cornell LII. Google LLC v. Oracle America, Inc.. Fair Use in einem bestimmten Fall; keine allgemeine Erlaubnis, Anwendungscode, Inhalte oder Marken zu kopieren. ↩
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Kevin Zheyuan Cui, Mert Demirer, Sonia Jaffe, Leon Musolff, Sida Peng und Tobias Salz, Microsoft Research, 2025. The Effects of Generative AI on High-Skilled Work: Evidence from Three Field Experiments with Software Developers. Erledigte Aufgaben an drei Arbeitsorten; kein Mass für Auslieferung, Sicherheit oder Wartung. ↩
-
METR (Joel Becker, Nate Rush, Elizabeth Barnes und David Rein), Juli 2025. Measuring the Impact of Early-2025 AI on Experienced Open-Source Developer Productivity. Kleine randomisierte Studie in vertrauten Repositories; gilt für ihre Aufgaben und ihren Zeitraum. ↩
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Europäische Kommission, geprüft am 14. Oktober 2026. Data Act explained. Der Data Act gilt seit dem 12. September 2025; Wechselentgelte für Datenverarbeitungsdienste entfallen ab dem 12. Januar 2027. Geltungsbereich und Ausnahmen beachten; nicht jede Anwendung wird austauschbar. ↩